Eine Initiative für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Umweltfreundlich gegerbtes Leder

ecopell GmbH

ökologisches Leder, pflanzlich chromfrei gegerbtes Leder, Bioleder

Näheres zum Produkt "Umweltfreundlich gegerbtes Leder":
hier weiter zum Hersteller Kontakt zum Hersteller Tel./Fax
Tel.: +49 (0) 8375-9219-0
Fax: +49 (0) 8375-921921
Leder pflanzlicher Gerbstoff
Nachhaltige
Produkteigenschaften:
Langlebigkeit
hoher Nutzen
Miete / mieten
statt Kauf
Ressourcen u.
Energie sparen
Recycling u.
Wiederverwertung
letzte Änderung: 13.11.2016

Leder - pflanzlich gegerbt (chromfrei)

Die Herstellung von Leder basiert auf beinahe uralten Rezepten, um tierische Haut haltbar zu machen - dem Gerben. Die in jüngerer Vergangenheit verwendeten industriellen Verfahren waren z.T. ökologisch problematisch (z.B. Chromgerbung). Heute stehen jedoch zahlreiche Methoden und Substanzen zur Verfügung, um Leder mit höchster Qualität umweltfreundlich zu erzeugen.

  umweltfreundliches leder  

Ein Unternehmen aus dem Allgäu hat es vorbildlich geschafft, bei der Leder-Herstellung nachwachsende Rohstoffe einzusetzen. Für die Gerbung werden dabei ausschließlich pflanzliche Gerbstoffe verwendet. Das neue umweltfreundliche Leder wird u.a. unter dem Markennamen "ecopell" als Nappa-Leder produziert. Es ist hautfreundlich, angenehm weich, atmungsaktiv, und entwickelt im Lauf der Zeit durch die Einwirkung von Licht und Berührung eine edle faszinierende Patina. Tipps zur → Pflege von Leder.

Erfreuliche Bilanz bei der Herstellung: allein bei der Leder-Vorbehandlung werden die verwendeten Tenside bis zu 99% biologisch abgebaut. Zusätzlich kann durch die Verwendung von Enzymen der Verbrauch an Natriumsulfit um 30 % verringert werden.


 

Pflanzliche Gerbung

Die Vor-Gerbung beginnt mit GTA, einem synthetischen Vorgerbstoff und Auszügen aus Früchten der Tarapflanze, wodurch das Leder (meist Rindsleder) auch seine einzigartige Weichheit erhält. Die Haupt-Gerbung der Häute erfolgt mit einer Mischung aus Natriumbicarbonat (bekannt als Backpulver) sowie Extrakte aus Teilen verschiedener Pflanzen, wie z.B. Tara, Valonea und Rhabarber. Dabei wird von den Gerbstoffen 80-85 % in der Leder-Haut gebunden. Der Rest geht mit dem Abwasser in die Kläranlage und wird dort biologisch abgebaut.

Infos über ökologisches, flanzlich gegerbtes Leder, "Bioleder" finden Sie auf Englisch unter:
http://www.ecological-leather.com/

 

Neu (Mai 2013): Leder- Farbton Walnuss (166)

Aus den Schalen der Walnüsse, in Bulgarien angebaut und in grünem Zustand geerntet, werden die färbenden Bestandteile mit Wasser extrahiert. Die färbende Wirkung von Walnussschalen ist schon länger bekannt. So kommt z.B. die Substanz in natürlichen Haarfärbemitteln bereits seit längerem zum Einsatz.

Dass auch Leder mit Nuss gefärbt werden kann war theoretisch bereits bekannt. Wie jedoch in der Praxis eine möglichst dauerhafte und einheitliche Färbung erzielt wird, mussten die Lederexperten für ecopell erst (mit Erfolg) austüfteln.

    Öko-Leder Farbstoff

Babyschuhe aus Österreich:

Die Firma Schuster Schalk mit Standorten in Graz und Leoben verwendet für die Herstellung ihrer Baby-Lauflernschuhe das Öko-Leder von Ecopell. Näheres zu → Schuster Schalk GmbH

 

Nachwachsende Rohstoffe - die Natur als Energiequelle und Baumeister

NAWAROs - Nachwachsende Rohstoffe brauchen bei den Kriterien für „Ökointelligenz“ nicht näher erklärt zu werden. Dass aber z.B. Zellulose nicht nur ein Rohstoff für die Zellstoffherstellung ist, sondern auch für die Herstellung von Textilien verwendet werden kann, hat ein großer österreichischer Konzern erfolgreich bewiesen. Kleines Detail am Rande: für 1kg Textilfasern aus Zellulose benötigt man nur ein tausendstel der Wassermenge wie für 1kg Baumwolle.

Als weiterer Vorteil der NAWAROs kann sich auch der regionale Aspekt positiv zu Buche schlagen. Heimische Pflanzen/teile wie Flachs, Hanf, Stroh etc. erfüllen Anforderungen von transportintensiven Rohstoffen wie Erdöl, Baumwolle usw., und leisten dabei einen wertvollen Beitrag zur Regionalisierung der Wirtschaft - als “nachhaltiges“ Gegengewicht sozusagen zu den gegenwärtig oft als negativ beobachtenden Auswirkungen der Globalisierung.

Aber nicht nur Pflanzen gelten als „nachwachsend“ - auch alle anderen Energiequellen, die auf unserem Planeten -  meist kostenlos - zur Verfügung stehen zählen dazu: Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie in Form von Wärme, oder als direkte Umwandlung in elektrische Energie (Photovoltaik).