Eine Initiative für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Häuser in Wolle - Natürliche Dämmstoffe

Reichel & Naar GnbR

Piesing 23
A - 4682 Geboltskirchen

Bodenschüttung aus Hanf und Lehm, Schallschüttung

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Hanf-Lehm-Schüttung
Nachhaltige
Produkteigenschaften:
Langlebigkeit
hoher Nutzen
Miete / mieten
statt Kauf
Ressourcen u.
Energie sparen
Recycling u.
Wiederverwertung
letzte Änderung: 01.01.2017

Hanf-Lehm-Bodenschüttung


Hanf und Lehm sind zwei Naturprodukte, die hervorragend zusammenpassen. Die Faserstruktur von Hanf ergibt in Verbindung mit den Festigkeitseigenschaften von Lehm eine Bodenschüttung, die beachtliche Schall- und Wärmedämmeigenschaften aufweist. Hanfspäne, die mit Lehm ummantelt wurden bilden als Hanf-Lehm-Schallschüttung ein stabiles, leichtes Schüttmaterial.

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Schütten

Bei schwimmenden Fußbodenkonstruktionen ist zu beachten, dass die belastete Hanf-Lehm-Bodenschüttung ca. 10% an Höhe nachgibt.

Daher: Säcke ausleeren - mit einem Rechen ebnen und mit einem Stampfer verdichten. Das Nachgeben muss durch Verfestigen mittels des Stampfers direkt nach dem Schütten und Nivellieren erzwungen werden.

 
  Nivellieren  

Nivellieren

Die Hilfslatten werden in Abständen gelegt und mit Sorgfalt nivelliert. Die Latten dürfen nicht an der Wand und nicht an innen stehenden Pfeilern, Schornsteinen o.ä. verankert werden.

Anschließend werden die Hilfslatten entfernt und es wird auf das Niveau der Hilfslatten mit Hanf-Lehm-Schüttung aufgefüllt

 

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  Schüttmaterial verdichten  

Verdichten

Ziel des Verdichtens mittels des Stampfers ist nicht, das Material zusammen drücken zu wollen. Es gilt, die eingeschlossenen Hohlräume aus der Dämmung zu rütteln.

Dadurch legen sich die Hanfspäne dicht nebeneinander. Somit ist auch kein schwerer Stampfer nötig; im Normalfall reicht ein Holz an einem Stil aus. Ratsam ist es, das Verdichten lagenweise auszuführen.

 

Bauhöhen größer als 8 cm sind mehrlagig zu verarbeiten. Die einzelne Lage der Schüttung sollte stets Bauhöhen zwischen 4 und 8 cm füllen. Wichtig: jede Lage zwischen 4 und 8 cm schütten, nivellieren und mit dem Stampfer verfestigen. Dabei ist es möglich, das Material mit einer Gießkanne leicht zu befeuchten. Anschließen ist eine Trocknungsphase  zu berücksichtigen.

Nach dem Einbau ist die Hanf-Lehm-Dämmschüttung druckbelastbar und kann betreten werden.

Zu den Details der → Bodenschüttung

Wichtig für die Trittschall-Dämmung ist die schwimmende Verlegung. Es wird zwischen den konstruktiven Holz-Elementen und dem Bodenaufbau keine direkte Verbindung (Schrauben, Nägel etc.) errichtet. Die Hanf-Lehm-Schüttung wird so weit mit den Holzlatten und Polsterhölzern verdichtet dass danach der Fußbodenaufbau auf die Schüttung ohne Verbindung mit dem Unterbau aufgebracht werden kann.

 

Vorteile:

  • gute Schalldämmung in Zwischengeschoßdecken
  • Wärmedämmung f. Dachboden / Kaltdach
  • belastbare Trittschalldämmung
  • Wärmedämmung
  • Einbettmaterial für Fußbodenheizung
  • Ausgleichschüttung Geschoßdecke
  • schwimmender Fußoden
 

Bauphysikalische Eigenschaften

  • Schüttdichte ca. 200 kg/m³
  • statische Wärmeleitzahl: 0,066 W/mK
  • dynamische Wärmeleitzahl: 0,35 m²/h
  • komplexer Wärmeleitwert: 060 / 035;
  • Temperaturleitfähigkeit: a=0,176 mm²/s
  • Trittschallminderung (100 mm): 25 dB
  • dynamische Steifigkeit (100 mm): 27 MN/m³
  • Brandklasse E (entspricht der alten B2)
  • Druckspannung bei 10% Stauchung: 80 kPa
 

Weitere Informationen zu Hanf

Eine umfassende Übersicht über die Möglichkeiten zur Verwendung von Hanf als Baustoff und andere Hanfprodukte, sowie interessante Details über die Geschichte der Pflanze, seiner Anbaugebiete, Pflege und Ernte finden Sie auf http://www.hanfmarkt.at

Tipp für Schnäppchenjäger: günstige Angebote für natürliche Baustoffe finden Sie in der → Baustoff-Restebörse

 

Nachwachsende Rohstoffe - die Natur als Energiequelle und Baumeister

NAWAROs - Nachwachsende Rohstoffe brauchen bei den Kriterien für „Ökointelligenz“ nicht näher erklärt zu werden. Dass aber z.B. Zellulose nicht nur ein Rohstoff für die Zellstoffherstellung ist, sondern auch für die Herstellung von Textilien verwendet werden kann, hat ein großer österreichischer Konzern erfolgreich bewiesen. Kleines Detail am Rande: für 1kg Textilfasern aus Zellulose benötigt man nur ein tausendstel der Wassermenge wie für 1kg Baumwolle.

Als weiterer Vorteil der NAWAROs kann sich auch der regionale Aspekt positiv zu Buche schlagen. Heimische Pflanzen/teile wie Flachs, Hanf, Stroh etc. erfüllen Anforderungen von transportintensiven Rohstoffen wie Erdöl, Baumwolle usw., und leisten dabei einen wertvollen Beitrag zur Regionalisierung der Wirtschaft - als “nachhaltiges“ Gegengewicht sozusagen zu den gegenwärtig oft als negativ beobachtenden Auswirkungen der Globalisierung.

Aber nicht nur Pflanzen gelten als „nachwachsend“ - auch alle anderen Energiequellen, die auf unserem Planeten -  meist kostenlos - zur Verfügung stehen zählen dazu: Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie in Form von Wärme, oder als direkte Umwandlung in elektrische Energie (Photovoltaik).